Wie Betroffenheit (nicht) anerkannt wird: Zur Struktur medizinischer Gewalt bei ME/CFS und Long COVID

Abstract

Der Beitrag von Mirja Lisa Nicolas, Ronja Büchner, Fabian Fritz, Sonja Hannibal, Vivienne Matthies-Boon und Georg Schomerus beleuchtet Betroffenheit von ME/CFS und Long COVID im Kontext eines psychosomatischen bzw. „biopsychosozialen“ Deutungsvorrangs im Medizinsystem. Dieser trägt dazu bei, Folgen der COVID-19-Pandemie zu psychologisieren, sodass Menschen mit körperlichen Erkrankungen strukturell nicht versorgt werden. Für die Soziale Arbeit ergibt sich daraus der Handlungsbedarf, Betroffenenperspektiven gegen epistemische Ungerechtigkeit solidarisch zu stärken und zu Strukturen medizinischer Gewalt kritisch Position zu beziehen.

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