Kritik als Stachel und ‚Messer im eigenen Fleisch‘ - Nachdenken über Hegemoniales in Projekten der Gesellschafts- und Erkenntniskritik

Abstract

Vor dem Hintergrund diverser historischer und empirischer Studien zu feministisch orientierten Bewegungen der Kritik denkt Susanne Maurer in diesem Beitrag über Hegemoniales in Projekten der Gesellschafts- und Erkenntniskritik nach. Den Bezugspunkt ‚epistemische Gewalt‘ versteht sie als Herausforderung, eigene (Selbst-)Verständnisse des Kritischen einer erneuten Überprüfung zu unterziehen. Kritik als Stachel und ‚Messer im eigenen Fleisch‘, so der Untertitel des Beitrags, als ein Vorgang entsprechenden Rück- und Weiterfragens führe in durchaus riskante ‚Gefilde‘ und ‚Zustände’. Denn vertraut gewordene Orte und Praktiken müssen dabei auch verlassen werden, ohne zu wissen, wo diese höchst unbequeme ‚Gratwanderung‘ hinführen wird. Sie führe an – mehr oder weniger heroischen – (Selbst-)Bildern vorbei, deren Bedeutung für die Imagination und Realisierung individueller wie kollektiver (erkenntnis)politischer Handlungsfähigkeit ausgelotet und auch kritisch gewürdigt werden will. Die Autorin stellt sich dabei Fragen, wie: Was erweist sich dabei als ‚Stärke‘, was als ‚Schwäche‘ – und inwiefern sind diese meist dichotom gedachten Zuschreibungen bereits Teil des zu reflektierenden Problems?

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